Gelungener NÖ-Züchterstammtisch am Bio Hof Hamal

In Niederösterreich stehen 445 Charolais Herdebuchkühe in 35 Zuchtherden unter Leistungskontrolle.

links eine Bergfex CT-Tochter und rechts eine Hiro MS-Tochter (Quelle: Ing. Fleischhacker)

Hinsichtlich gekörter und verkaufter Zuchtstiere, genau waren es 56 im letzten Jahr, sind die Züchter in puncto Verkauf und Vermarktung Experten.

Zu Beginn besichtigten die 16 Teilnehmer den sehr gastfreundlichen Zuchtbetrieb Franz Hamal in 2164 Wildendürnbach 366.

langlebige Kühe sind ein Markenzeichen am Betrieb Hamal, wie die 16 jährige OMI, als Kalbin zugekauft vom Betrieb Heinz (Quelle: Ing. Fleischhacker)

Aktuell umfasst die Herde 72 Mutterkühe, davon 64 reinrassige Charolaiskühe, und zwei Deckstiere. Die männlichen Nachkommen werden als Ochsen mit den Kalbinnen auf der Weide gefüttert. Angesichts der vergangenen sehr trockenen Sommer eine Herausforderung! Es musste schon im Juni zu gefüttert werden, da die Weiden in der sommerlichen Hitze vertrocknet waren.

So hat die 16-jährige Omi am 17. Jänner 2018 eine wunderschöne Kalbin geboren und am 28. Dezember 2018 brachte sie ein prächtiges Stierkalb zur Welt. Von beiden Nachkommen ist Zuchtstier Bergfex CT der Vater, gezogen von Stefan Tröstl.

12 weitere Kühe sind älter als 10 Jahre und kalben jährlich problemlos! Eine wichtige Eigenschaft für den im Nebenerwerb geführten Zuchtbetrieb.

Beim Stammtisch präsentierte GF DI Karl Zottl den aktuellen Leistungsabschluss und die zahlreichen Serviceleistungen des NÖ Tiergesundheitsdienstes.

Text und Bilder Ing. Josef Fleischhacker

Champions von Traboch stehen fest

Die Champions der Rasse Charolais beim GENOSTAR Fleischrindertag 2018 kommen aus Türnitz, St. Martin und Kirchschlag.

Ein ausführlicher Bericht und Fotos folgen in Kürze.

Ergebnisliste Charolais Traboch 2018

Die Gewinner der Sachpreise bei der Wahl zum Publikumschampion sind:

Landwirt – Jahresabo:
Franz Josef Krobatt
Muggenberg 25
8152 Stallhofen

Zuchtviehankaufsgutschein im Wert von 150€:
Roswitha Anderle
Hessenbergstrasse 44
8792 St. Peter

Herzlichen Glückwunsch!

Hofübergabe bei Fleischrinder Austria

Im Rahmen der ordentlichen Generalversammlung wurde Ing. Walter Steinberger aus Pöls-Oberkurzheim (Steiermark) einstimmig zum Obmann von Fleischrinder Austria gewählt. Er folgt ÖR Hans Harsch nach, der die Interessen der österreichischen Fleischrinderzucht mehr als ein Jahrzehnt vertrat. Zahlreiche Ehrengäste und Rassevertreter waren nach St. Kathrein am Offenegg gekommen, um Hans Harsch zu verabschieden und den neuen Vorstand im Amt zu begrüßen.

Ehrenobmann ÖR Hans Harsch gratuliert dem neu gewählten Obmann Ing. Walter Steinberger (Quelle Fleischrinder Austria)

ÖR Hans Harsch wird zum Ehrenobmann ernannt
Als Anerkennung für seinen langjährigen und persönlichen Einsatz für die österreichische Fleischrinderzucht wurde ÖR Hans Harsch vom Vorstand zum Ehrenobmann ernannt. In seiner Laudatio hob Christian Moser die Errungenschaften unter der Obmannschaft von Hans Harsch hervor – allen voran die österreichweite Einreichung der Zuchtprogramme von 14 speziellen Fleischrinderrassen über Fleischrinder Austria. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Hans dass er die Fleischrinder immer mit ganzem Herzen und Freude vertreten hat!

Neue Gesichter im Vorstand
Der neue Obmann Ing. Walter Steinberger bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Frau Marianne und drei Töchtern einen Land- und Forstbetrieb in der Obersteiermark. Nachdem er die HBLA für Forstwirtschaft in Bruck an der Mur erfolgreich absolvierte, war er Milizoffizier beim Bundesheer. Anschließend folgte die Ausbildung zum Lehrer an der Agrarpädagogischen Hochschule in Ober St.Veit. Als Lehrer war er danach an der LFS Kirchberg am Walde tätig. Nach der Übernahme des Betriebes stieg die Familie im Jahr 2000 in die Zucht von Fleckvieh-Fleisch ein, seit 2005 ist Walter Sprecher für diese Rasse beim Rinderzuchtverband Steiermark. Seit 2014 ist der 53-Jährige Vertreter der steirischen Fleischrinderzüchter im Vorstand von Fleischrinder Austria.

Schriftführer Christian Moser, Tierzuchtdirektor Horst Jauschnegg, Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer Franz Titschenbacher, Obmann-Stellvertreter Gerhard Pucher, Obmann steirischer Fleischrinderverband Thomas Lanzer-Breitfuß, Obmann-Stellvertreterin Johanna Schachinger, Obmann Walter Steinberger, Ehrenobmann Hans Harsch, ZAR-Obmann Stefan Lindner, Ministerialrat Josef Wiesböck, Geschäftsführer Franz Pirker (Quelle Fleischrinder Austria)

Zur Obmann-Stellvertreterin wurde Johanna Schachinger, St. Martin im Innkreis, OÖ, gewählt. Am Hansbauernhof haben die Eltern vor 25 Jahren mit den ersten Charolais begonnen und über die Jahre einen erfolgreichen Zucht- und Direktvermarktungsbetrieb aufgebaut. Der 30-Jährigen ist die Fleischrinderzucht in die Wiege gelegt worden. Seit kurzem werden am Betrieb auch Pustertaler Sprinzen gehalten. Johanna hat die HBLA für Landwirtschaft in Ursprung absolviert, war danach beim Fleckviehzuchtverband Inn-und Hausruckviertel unter anderem für die Betreuung der Jungzüchter zuständig und arbeitet aktuell für einige Stunden bei der österreichischen Rinderbörse in der Beratung für Mutterkuh- und Rindermastbetriebe.
Im Amt als Obmann-Stellvertreter bestätigt wurde der Kärntner ÖR Gerhard Pucher (63), Ettendorf. Bereits 1992 hat Gerhard Pucher den ersten Charolaisstier für seine Mutterkuhherde angekauft, 1995 stieg er dann in die Herdebuchzucht ein. Außerdem werden auch einige Limousinrinder am Betrieb gehalten. Seit fünf Jahren ist er Vertreter der Kärntner Charolaiszüchter, seit 2013 Obmann-Stellvertreter von Fleischrinder Austria. Ebenfalls wiedergewählt wurden DI Franz Pirker als Kassier und Geschäftsführer sowie Ing. Christian Moser als Schriftführer.

Österreichs Mutterkuhbetriebe müssen unterstützt werden
In seiner Antrittsrede hob Ing. Walter Steinberger die wichtige Rolle der Mutterkuhhaltung in der österreichischen Landwirtschaft hervor. Seit der ersatzlosen Streichung der Mutterkuhprämie ist die Zahl der Mutterkuhbetriebe dramatisch gesunken – dies wirkt sich nicht nur auf die gesamte österreichische Rinderwirtschaft negativ aus, sondern bringt auch die flächendeckende Bewirtschaftung des Grünlandes in Gefahr. Der Fokus der Amtsperiode wird damit klar auf der kommenden GAP-Periode liegen. Gemeinsam mit anderen Organisationen wird sich Fleischrinder Austria für die Interessen der Mutterkuhbetriebe einsetzen. Die Vertreter der Fleischrinderzüchter waren sich einig – es muss wieder eine Unterstützung für die Mutterkuhhaltung kommen. Fleischrinder Austria hat dazu bereits ein umfangreiches Positionspapier erstellt, das im Rahmen der Generalversammlung dem ZAR-Obmann übergeben wurde.

Zahlreiche Ehrengäste beim Abschied von Hans Harsch
Zahlreiche Ehrengäste schlossen sich den Dankesworten an Hans Harsch und den Glückwünschen an den neu gewählten Vorstand an. Grußworte an die Generalversammlung richteten Stefan Lindner, Obmann der ZAR, ÖR Franz Titschenbacher, Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer, DI Josef Wiesböck, Vertreter des Landwirtschaftsministeriums und Dr. Horst Jauschnegg, Tierzuchtdirektor in der Steiermark. Ebenfalls als Ehrengast begrüßt wurde Ing. Thomas Lanzer-Breitfuß, Obmann des steirischen Fleischrinderverbandes (Styria Beef).

Zahlreiche Rassevertreter und Ehrengäste waren zur Generalversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes gekommen (Quelle Fleischrinder Austria)

Als Vertreter der Rassedachverbände waren Ing. Martin Teufl (ARGE Blonde d’Aquitaine), Peter Winkelmayer (Charolais Austria), Heinrich Ertl (Limousinverband), Hans Hörzer (Verein der Murbodnerzüchter) und Alois Huber (Tux-Zillertaler Züchter) anwesend. Erstmals wurden auch die Vertreter der Zuchtausschüsse eingeladen. Karl Paulik (Angus), Ernst Vollnhofer (Aubrac), Ing. Martin Teufl (Blonde d’Aquitaine), ÖR Gerhard Pucher (Charolais), Otto Pfeiffer (Dexter), Raimund Kreil (Fleckvieh-Fleisch), Gerald Forster (Limousin), Bernhard Pirchner (Schottisches Hochlandrind), Josef Rudolf (Weiß-Blaue Belgier) und Christian Moser (Zwerg-Zebu) konnten begrüßt werden.

Ihren Ausklang fand die Generalversammlung am folgenden Tag bei einer Wanderung auf der Teichalm. Nach der Begrüßung durch ÖR Johann Derler, Obmann der Rinderzucht Steiermark, wurde die Murbodnerherde von Familie Pittermann, Wenigzell, besichtigt und der Betrieb vorgestellt. Johann Hörzer, Obmann vom Murbodnerverein, gab einen kurzen Überblick über die Rasse und stellte das Murbodner-Vermarktungsprojekt, das gemeinsam mit Spar-Tann betrieben wird, vor. Erwin Gruber, Almenland-Obmann, präsentierte zudem die Region mit ihren zahlreichen Projekten rund um das Almenland.

Text: Anna Koiner/Fleischrinder Austria

Bilder der 12, Kärntner Fleischrindermesse

Fotoquellen: Auernig/kärntnerrind, Tröstl, Nachförg

12. Kärntner Fleischrindermesse – Top-Werbung für die Fleischrinderzucht

Tolles Ambiente – starke Fleischrinderkollektionen – abwechslungsreiches Rahmenprogramm – großer Besucherandrang – Top Versteigerungsergebnis 

Die Champions männlich – Emil Pp* und Jelcin (Foto Tröstl)

Mit diesen Schlagworten lässt sich die 12. Kärntner Fleischrindermesse zusammenfassen. Im wundervollen Ambiente der Zollfeldhalle ließen sich die unzähligen Besucher aus dem In- und benachbartem Ausland die vom kärntnerrind-Team bestens organisierte Fleischrinderschau nicht entgehen. Preisrichterin Anne Menrath vom Bundesverband der deutschen Fleischrinderzüchter richtete die 23 teils sehr spannenden Gruppen von 7 verschiedenen Rassen gekonnt und zügig. Besonders erfreulich war, dass die Rasse Charolais in 8 Gruppen sowohl quantitativ als auch qualitativ heraus ragte. In der Endentscheidung setzte sich schlich DIANA P (V: Romeo P) vom Betrieb Klemmel Roland in St. Michael/Lav. vor der Bormio MS-Tochter LISABON vom Betrieb Ebner Johann aus Himmelberg durch.

Gesamtsiegerin weiblich – Diana P (Foto: Tröstl)

Die Championswahl männlich entschied der aus der Bundessiegerin Laura stammende Juri-Sohn JELCIN vom Betrieb Eberhard Hermann aus Liebenfels vor dem Elizar PS-Sohn EMIL Pp* vom Betrieb Theuermann Claudia in St. Andrä im Lavantal für sich. Dass Charolais für enormes Besucherinteresse sorgte, zeigte sich auch an der Beteiligung zur Wahl des Publikumschampion 2017. Bereits zum 3. Mal wurde diese Publikumswahl von Charolais Austria gemeinsam mit LANDWIRT organisiert. Eine noch nie dagewesene Beteiligung brachte jedoch auch ein eindeutiges Ergebnis. Der Cyrano-Sohn KING von der LFS Althofen hatte die meisten Fans und holte sich den Titel Publikumschampion 2017.

Zur gesamten Ergebnisliste Charolais der 12. Kärntner Fleischrindermesse

Auch bei der abschließenden Versteigerung hatte die Rasse Charolais erfreulicherweise die Nase vorne. Die 2a Stiere erzielten einen Durchschnittspreis von 3400 € netto. Mit dem Tageshöchstpreis von 4850 € sicherte sich die Besamungsstation Perkohof den Gesamtsieger JELCIN vom Betrieb Eberhard Hermann. Insgesamt wurden 19 Charolais-Stiere mit einem Durchschnittspreis von 2955 € netto verkauft. Auch die beiden versteigerten Jungkalbinnen sorgten mit einem Durchschnittspreis von 1810 € für ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

Der Titel Publikumschampion erging an die Nr. 33, King (Foto: Nachförg)

Im Anschluss an die Versteigerung wurde am Stand von Charolais Austria und LANDWIRT aus den unzähligen Teilnehmern der Publikumschampionswahl die zwei Gewinner der Sachpreise gezogen. Gewinner des Landwirt-Jahresabos ist Herr Janko Donik aus Slowenien. Die Gewinnerin des zweiten Preises, Frau Andrea Lenzhofer aus 9633 Reisach 19, kann sich nun zwischen einem 150€ Ankaufsgutschein für ein Charolais-Zuchttier oder für Charolais-Rindfleisch entscheiden.

Wir gratulieren allen Gewinnern und danken allen Ausstellern, Käufern und Organisatoren der 12. Kärntner Fleischrindermesse. Weitere Fotos sowie das zusammenfassende Journal folgen in Kürze.

NÖ Charolaiszüchtertag bei Familie Ölzant in Gopprechts

Die zahlreichen Besucher lauschten interessiert den Ausführungen der Betriebsleiter (Quelle: Tröstl)

Der gemeinsam vom NÖ Genetik Rinderzuchtverband und LKV Niederösterreich organisierte Charolaiszüchtertag startete mit einer Betriebsbesichtigung bei Familie Ölzant im nördlichen Waldviertel. Der Biobetrieb bewirtschaftet derzeit eine landwirtschaftliche Fläche von ca. 100 ha, wovon 50 ha Grünland sind. Anita und Reinhard Ölzant übernahmen den Betrieb 2002, stellten auf Mutterkuhhaltung um und mit dem Stallneubau 2004 wurde der Betrieb immer wieder erweitert. Die ersten Zukäufe von Charolaiszuchtkühen 2011 vom Betrieb Vollnhofer waren der Beginn der Charolaisreinzucht. Sohn Markus ist die Charolaisbegeisterung ebenso anzumerken, wie der gesamten Familie Ölzant. So verwundert es nicht, dass durch weitere Zukäufe, zum Teil auch aus Frankreich, die Herde mittlerweile auf 19 Zuchtkühe samt Nachzucht angewachsen ist.

Die Kuh Inka (V: OkapiBB) war Gruppensiegerin 2014 in Bergland und steht beispielhaft für die sehr gutmütige Herde der Familie Ölzant (Quelle: Tröstl)

Insgesamt stehen immer zwischen 35 und 40 Mutterkühe auf dem Betrieb, wobei die nicht zur Zucht taugliche und Kreuzungstiere meist im Alter von 12 bis 15 Monaten über die Biovermarktungsschienen verkauft werden. Der Betrieb versucht den Großteil der Charolaisherde mittels künstlicher Besamung zu belegen. Allerdings steht auch ein gut 2-jähriger Russ x Saumur Zuchtstier für den Deckeinsatz bereit. Die oben genannte Begeisterung für die Rasse spiegelt sich auch in den erfolgreichen Teilnahmen auf diversen Schauen wider. So konnte Familie Ölzant mit Inka (V: OkapiBB) 2014 in Bergland einen Gruppensieg, mit Jogl (V: Trezegoal) 2016 bei der Bundesschau in Maishofen einen Gruppenreservesieg oder mit Kati (V: Hook) den Reservechampiontitel verbuchen.

Die Teilnehmer des Züchtertages wurden mit Köstlichkeiten verwöhnt (Quelle: Tröstl)

Im Anschluss an die Stallführung versorgte Familie Ölzant die zahlreichen Besucher mit köstlichen Mehlspeisen sowie Kaffee und diversen Getränken. Beim abschließenden fachlichen Teil im Gasthaus Führer dankte Rassesprecher Christian Krehan den Organisatoren Ing. Josef Fleischhacker und Insp. Gerhart Scheibenreiter für die gute Oraganisation des Stammtisches und Familie Ölzant für die interessante Betriebsbesichtigung sowie die tolle Verköstigung. Kontrollinspektor Scheibenreiter präsentierte die aktuellen Leistungsabschlusszahlen sowie die Serviceangebote seitens des LKV sowie des NÖ Tiergesundheitsdienstes. Zuchtleiter Ing. Josef Fleischhacker dankte den Züchtern, insbesondere jenen, die durch ihre Teilnahmen an Schauen, wie dem Fleischrindertag in Bergland, wesentlich zum Gelingen dieser Veranstaltungen beitragen. Er betonte, dass die Charolaiszüchter es immer wieder schaffen, eine der größten Rassegruppen zu stellen. Außerdem verwies er hinsichtlich der Abschlusszahlen auch darauf, dass die Charolaisrassegruppe immer wieder wächst und begrüßte mit Familie Graussam wieder eine neue Züchterfamilie. Ing. Fleischhacker ging auch auf das neue Samenprogramm sowie Neuerungen im Bereich des neuen Zuchtprogramms ein. Er unterstrich dabei die Notwendigkeit der sorgfältigen Datengrundlagen, insbesondere der Abstammungssicherheiten. Mit den Hinweisen auf die nächsten Veranstaltungen klang in gemütlicher Runde mit interessantem Erfahrungsaustausch der Stammtisch aus.

Die Champions von Paris 2017 gekürt

Champions 2017 (Quelle: HB Charolais France)

Die Schau im Rahmen der SIA in Paris zählt zu den pestigeträchtigsten des Jahres. Die Kuh Frivole und der mit 1712 kg schwerste Stier der Schau, Holiday, wurden dabei zu den Champions 2017 gekürt. Die Champions von 2016, Hattenon und Deese wurden mit dem Rappelchampionat ausgezeichnet.

Nähere Infos finden Sie im nächsten Newsletter.

Leistungsabschluss 2016

Der Leistungsabschluss 2016 bringt alle wesentlichen Kennzahlen der Leistungsprüfung für 2016. Trotz gestiegener Kuhzahlen in Niederösterreich und der Steiermark musste 2016 ein kleines Minus von 27 Kühen auf 1689 Kühen. Erfreulich ist die Leistungssteigerung, den die 200 Tage-Gewichte männlich sind wiederum gestiegen. Außerdem gibt die Rasse Charolais weiter klar den Ton bei den bewerteten Stieren an.

Zum Zuchtbericht Charolais 2016 (Quelle Fleischrinder Austria)

NÖ Fleischrindertag in Bergland

Bei herrlichem Winterwetter trotzten Fleischrinder, ihre Züchter und zahlreiche Besucher den eisigen Außentemperaturen und ließen sich das Jungtierchampionat im herrlich dekoriertem Ambiente nicht entgehen. Gerry Ernst aus Luxemburg richtete konsequent und gut begründet sehr zügig die 5 Charolais-Gruppen. Als Gesamtsieger gingen die HeraclesM-Tochter LUNETTE vom Betrieb Nachförg aus Türnitz und der Exypery-Sohn EUGEN vom Betrieb Schausberger aus Gresten hervor. Die Reserchampions wurden die Hook-Tochter KATI vom Betrieb Ölzant in Litschau und der Humboldt PP-Sohn HUMOS P vom Betrieb Wagner Erich aus Grünbach. Alle vier Tiere entschieden zuvor auch ihre Gruppen für sich. Einen weiteren Gruppensieg gab es für die Impair-Tochter MONA-LISA vom Betrieb Nachförg aus Türnitz. Der Betrieb sicherte sich obendrein noch den Titel für die Betriebssammlung.
Ein Höhepunkt war zum Abschluss die Verlosung der Utrillo.Mic-Tochter Kordula vom Betrieb Kehan Christian in Obermixnitz. Der stolze Gewinner ist ein viehbegeisterter Jungzüchter aus Scheibbs, dem wir herzlich gratulieren und viel Erfolg in der Zucht wünschen!

Ein besonderer Dank gilt allen Ausstellern und den Organisatoren. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!

zur Ergebnisliste Charolais

Zuchtausschuss Charolais gegründet

Seit die Organisation „Fleischrinder Austria“ die Zuständigkeit der Zuchtprogramme der einzelnen Fleischrinderassen übernommen hat, gibt es in diesem Bereich einige Neuerungen. Bisher wurden die Zuchtprogramme von den Zuchtorganisationen in den einzelnen Bundesländern geführt, was zur Folge hatte, dass die Zucht trotz niedriger Herdebuchzahlen je Bundesland in verschiedene Richtungen gelenkt wurde. Künftig wird für jede Rasse ein österreichweiter Ausschuss tätig sein, in dem sich aktive Züchter aus den einzelnen Bundesländern mit der Umsetzung des Zuchtprogramms beschäftigen. Die Vorteile der Arbeit eines bundesweiten Zuchtausschusses liegen in der Verfolgung eines Zuchtziels sowie einem einheitlichen Spermaangebot was den Fortschritt in der Zucht erleichtern bzw. verbessern sollte.

Die Mitglieder des Zuchtausschusses Charolais vlnr: Hermann Eberhard, Johann Egger, Vorsitzender ÖR Gerhard Pucher, Gottfried Schachinger, Vorsitzender-Stellvertreter Christian Krehan, Christian Breuß, die Betreuerin des Zuchtausschusses Christina Trippold sowie der Obmann von Fleischrinder Austria Hans Harsch. (Foto Trippold/kärntnerrind)

Am vergangenen Freitag fand in Villach die erste Sitzung des österreichweiten Zuchtausschusses Charolais statt. Auf der Tagesordnung standen dabei die Wahlen des Vorsitzenden und dessen Stellvertreters sowie eine Diskussion über den künftigen Weg der Rasse Charolais. Der Einladung folgten nicht nur die entsandten Ausschussmitglieder sondern auch weitere Züchter aus fast allen Bundesländern. Als Vorsitzender wurde ÖR Gerhard Pucher aus Kärnten gewählt, als sein Stellvertreter der Niederösterreicher Christian Krehan. Weitere Mitglieder im Ausschuss sind Gottfried Schachinger (OÖ), Peter Winkelmayer (STMK), Christian Breuss (VLBG), Hermann Eberhard (K) und Johann Egger (S). Um den Teilnehmern einen Einblick in das Zuchtprogramm und die Zuchtwertschätzung zu geben, präsentierte der GF von kärntnerrind, Ernst Lagger die wichtigsten Eckdaten zu diesen Themen. Anschließend gab es dazu eine Diskussion. Großen Wert wurde dabei auf die Definition des Zuchtziels gelegt. Auch das Wort Hornloszucht ist in der Diskussion öfters gefallen. Die Mitglieder des Zuchtausschusses sind nun mit den Vorstellungen der Züchter bestens betraut und können ihre Arbeit als Rassevertreter starten.

Text: Christina Trippold